Gespräch mit Headhunter, zwei Gespräche mit der einstellenden Führungskraft sowie zwei Stakeholder-Gespräche.
Im Verlauf des Prozesses wurde mir von der Führungskraft mehrfach und relativ deutlich signalisiert, dass man sich mich in der Rolle sehr gut vorstellen könne. Es wurde explizit gesagt, es gebe keine fachlichen Bedenken gegen meine Besetzung der Position. Gleichzeitig wurde als einzige Sorge thematisiert, dass bereits ausschließlich Frauen an die Führungskraft berichten.
Nach solchen Aussagen und mehreren Wochen ohne klare Rückmeldung oder Status-Update wurde mir schließlich mitgeteilt, dass man sich für einen männlichen Kandidaten aus dem Banken-Umfeld entschieden habe.
Unabhängig von der finalen Entscheidung empfand ich insbesondere die Kommunikation als nicht professionell. Die wiederholten positiven Signale ohne transparentes Erwartungsmanagement haben falsche Hoffnungen geweckt und zu unnötiger Frustration geführt. Für Kandidat:innen auf Senior-Level sollte ein klarerer, verbindlicherer Umgang mit Entscheidungsstatus und Kriterien selbstverständlich sein.